Bürger in Mosambik unzufrieden mit Transparenz bei Rohstoffabbau

In Mosambik wächst die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung über die mangelnde Beteiligung und Transparenz beim Abbau natürlicher Ressourcen. Laut einer neuen Studie des Meinungsforschungsinstituts Afrobarometer geben viele Bürger an, kaum Informationen darüber zu erhalten, wie die aus dem Rohstoffsektor erzielten Einnahmen verwendet werden. Dies führt zu einem weit verbreiteten Gefühl der Ausgrenzung, insbesondere in den ressourcenreichen Regionen des Landes.

Der Abbau von Erdgas, Kohle und anderen Bodenschätzen hat in den letzten Jahren internationale Investitionen nach Mosambik gelockt. Doch die wirtschaftlichen Vorteile kommen laut der Umfrage nur selten bei der lokalen Bevölkerung an. Viele sehen in den Projekten vor allem Risiken – etwa Umweltschäden, Vertreibung und Korruption – während ihnen echte Mitbestimmung verwehrt bleibt.

Experten warnen, dass diese Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität soziale Spannungen verschärfen könnte. Eine bessere Kommunikation und echte Partizipation der betroffenen Gemeinden seien dringend nötig, um das Vertrauen in staatliche Institutionen wiederherzustellen und langfristige Stabilität zu gewährleisten.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa