Rechtsstreit um iPads: Keine neuen Apple-Geräte für Schule in Datteln

In Datteln, Nordrhein-Westfalen, kommt es zu einer ungewöhnlichen Entscheidung im Bereich der digitalen Bildung: Eine weiterführende Schule kann ihre alten iPads vorerst nicht durch neue Apple-Geräte ersetzen. Der Grund ist ein laufender Rechtsstreit mit dem Technologiekonzern Samsung, der geklagt hat, nachdem die Stadtverwaltung explizit Apple-Produkte für das Digitalisierungsprogramm der Schule beantragt hatte.

Das Gericht argumentiert, dass die Ausschreibung gegen EU-weite Vergabevorschriften verstößt, da sie einen direkten Hersteller bevorzugt und somit Wettbewerber wie Samsung benachteiligt. Es handelt sich um eines der ersten Urteile dieser Art in Deutschland, das klare Grenzen bei der Beschaffung öffentlicher Technologie setzt. Experten sehen darin eine wegweisende Entscheidung für die digitale Ausstattung von Schulen bundesweit.

Die Stadt Datteln betonte ursprünglich die Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit der iPads sowie deren Integration in bestehende Lehrpläne. Doch das Gericht bleibt strikt: Öffentliche Aufträge müssen offen und herstellerneutral ausgeschrieben werden. Nun muss die Kommune eine neue, breiter angelegte Ausschreibung vorbereiten, was zu Verzögerungen führen könnte. Betroffene Lehrkräfte und Eltern äußern Verständnis, mahnen aber gleichzeitig rasche Lösungen an, um den Unterricht nicht zu beeinträchtigen.

Quellen: ntv – Nachrichten