Zivilgesellschaftliche Organisationen in Kenia haben für Donnerstag Demonstrationen in Nairobi angekündigt, um gegen die zunehmende Diskriminierung und Behandlung afrikanischer Migranten zu protestieren. Wie Capital FM berichtet, reagieren die Gruppen damit auf geplante staatliche Maßnahmen, die ausländische Staatsangehörige von der Ausübung kleiner Geschäftstätigkeiten ausschließen sollen. Besonders betroffen sind laut Medienberichten burundische Händler, die nun massenhaft das Land verlassen.
Die Proteste werden von mehreren Menschenrechts- und Migrantenorganisationen organisiert, die von systematischer Diskriminierung und rassistischen Übergriffen sprechen. Sie fordern, dass die kenianische Regierung ihre Handelspolitik inklusiver gestaltet und die Rechte legal arbeitender Migranten schützt. „Afrikanische Bürger sollten sich in ganz Afrika frei bewegen und wirtschaftlich tätig sein können, ohne Angst vor Vertreibung zu haben“, heißt es in einer Erklärung der Initiatoren.
Hintergrund der Mobilisierung ist eine bevorstehende Verschärfung der Vorschriften für ausländische Kleinunternehmer. Die Regierung argumentiert, diese Maßnahmen seien notwendig, um lokale Händler zu schützen. Kritiker sehen darin jedoch eine Eskalation xenophober Politik, die den Geist der Afrikanischen Union und der freien Beweglichkeit innerhalb des Kontinents untergrabe. Die Polizei bereitet sich auf eine erhöhte Präsenz im Stadtzentrum vor, während Organisatoren gewaltfreie Aktionen versprechen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, BBC News – World