Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat am Montag während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf erneut zu einem sofortigen Ende der anhaltenden Kämpfe im Sudan aufgerufen. In seiner Ansprache verurteilte er die systematischen Angriffe auf zivile Infrastrukturen wie Märkte, Krankenhäuser und Tankstellen als schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.
Türk betonte, dass die Zivilbevölkerung weiterhin die Hauptlast des Konflikts trage, der mittlerweile über zwei Jahre andauert. Er forderte alle Konfliktparteien auf, die Feindseligkeiten einzustellen und den Schutz von Nichtkombattanten zu gewährleisten. Besonders besorgniserregend sei die zunehmende Zahl von Berichten über gezielte Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie die Zerstörung lebenswichtiger Versorgungseinrichtungen.
Der Konflikt zwischen der sudanesischen Armee unter General Abdelfattah al-Burhan und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) unter Mohamed Hamdan Dagalo („Hemedti“) hat seit April 2023 Zehntausende Todesopfer gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen. Die UN verzeichnete zahlreiche dokumentierte Fälle von Kriegsverbrechen, darunter Massaker, sexuelle Gewalt und die gezielte Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa