Die sudanesische paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces (RSF) hat vier Journalistinnen und eine Rechtsanwältin in Nyala, der Hauptstadt des Bundesstaates Süd-Darfur, nach monatelanger Inhaftierung freigelassen. Wie Quellen des Radiosenders Dabanga berichteten, wurden Dr. Manahil Mustafa, Ishraqa Abdelrahman, Mawahib Ibrahim und Zahra Mohamed El Hassan sowie die Anwältin Magda Hassan Ali nach rund sechs Monaten in Gewahrsam entlassen.
Die Frauen waren seit Ende Februar festgehalten worden, ohne dass offizielle Anklagen erhoben wurden. Ihre Inhaftierung hatte zuvor scharfe Kritik von internationalen Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Der Committee to Protect Journalists (CPJ) hatte gemeinsam mit 16 zivilgesellschaftlichen Organisationen am Montag erneut zur Freilassung der Frauen aufgerufen – nur wenige Stunden, bevor die Freigabe bekannt wurde.
Die RSF kontrolliert weite Teile Darfurs, darunter Nyala, seit Beginn des Konflikts im Jahr 2023. Berichten zufolge wird die Gruppe systematisch vorgehen, um unabhängige Medienarbeit zu unterdrücken. Die Freilassung der Journalistinnen wird als seltener positiver Schritt gewertet, doch bleibt die Lage für Medienvertreter im von Kämpfen geprägten Sudan weiterhin lebensbedrohlich. Die internationale Gemeinschaft fordert dauerhaften Zugang zu unabhängiger Berichterstattung und den Schutz von Zivilisten – einschließlich Journalisten.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Latest