Ein ägyptischer TV-Persönlichkeit und Social-Media-Influencer wurde von einem Gericht zu einer Todesstrafe verurteilt, nachdem er in einem umfangreichen Drogenprozess für schuldig befunden wurde. Laut Berichten des französischen Nachrichtensenders France 24 gehört der Moderator zu einem Kreis von insgesamt zwölf Personen, die aufgrund schwerer Drogenvergehen verurteilt wurden. Die Anklage hatte Beweise für den Besitz, Handel und die Verteilung von illegalen Substanzen vorgelegt, die zu einer breit angelegten Ermittlung geführt hatten.
Die Urteilsverkündung erfolgte in Kairo und zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich, da prominente Persönlichkeiten aus dem Unterhaltungs- und Medienbereich selten so hart bestraft werden. In Ägypten gelten extrem strenge Gesetze im Umgang mit Drogen, und Todesurteile in solchen Fällen sind zwar selten, aber rechtlich möglich. Es bleibt abzuwarten, ob das Urteil in Kraft tritt oder später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird, was in vergleichbaren Fällen bereits vorgekommen ist.
Signalwirkung gegen organisierte Kriminalität
Beobachter sehen in dem Urteil ein deutliches Signal der ägyptischen Justizbehörden an kriminelle Netzwerke, auch wenn Prominente betroffen sind. Die Regierung hat in den letzten Jahren immer wieder betont, dass sie keine Toleranz gegenüber Drogenhandel zeigt – unabhängig von gesellschaftlichem Status oder Bekanntheitsgrad. Menschenrechtsorganisationen kritisieren jedoch regelmäßig die Verhängung von Todesurteilen und fordern eine Reform des Strafvollzugssystems.
Quellen: France 24 – Africa