Die kenianische Regierung hat sich offiziell bei burundischen Staatsbürgern entschuldigt, die während einer landesweiten Razzia gegen nicht lizenzierte ausländische Händler willkürlich festgenommen oder belästigt wurden. Der Vorfall ereignete sich im Zuge einer verstärkten Kontrolle der Geschäftslizenzen in mehreren Märkten, bei der es laut Berichten zu Missverständnissen und Übergriffen kam.
Der kenianische Innenminister Kithure Kindiki, vertreten durch den Staatssekretär für Inneres Sing’oei, erklärte, dass die Maßnahmen nicht gegen bestimmte Nationalitäten gerichtet gewesen seien, und betonte, dass die Belästigungen auf Fehlkommunikation und unzureichende Schulung der Einsatzkräfte zurückzuführen seien. Die Regierung versicherte, dass Schritte unternommen würden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Als Teil der Entschuldigung kündigte die Regierung an, den betroffenen burundischen Händlern Unterstützung bei der Legalisierung ihrer Aufenthaltstitel und Geschäftslizenzen anzubieten. Gleichzeitig sollen Sicherheitskräfte künftig strenger geschult werden, um die Rechte ausländischer Migranten zu respektieren.
Die burundische Botschaft in Nairobi begrüßte die Entschuldigung und forderte eine transparente Aufarbeitung der Vorfälle. Beide Länder betonten die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit und der friedlichen Koexistenz innerhalb der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC). Die Entschuldigung gilt als diplomatischer Schritt, um Spannungen zwischen den Nachbarländern zu entschärfen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya