Im Südsudan verschlechtert sich die humanitäre Lage weiter dramatisch, da das ohnehin fragile Gesundheitssystem laut der medizinischen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières) vor dem endgültigen Kollaps steht. Grund dafür sind massiv gekürzte internationale Hilfsgelder, die es lokalen und internationalen Organisationen unmöglich machen, lebenswichtige medizinische Dienste aufrechtzuerhalten.
In mehreren Regionen des Landes, insbesondere in Gebieten mit hoher Konfliktintensität, müssen bereits Krankenhäuser und mobile Kliniken ihren Betrieb einstellen oder reduzieren. Viele Patientinnen und Patienten haben keinen Zugang zu Behandlungen bei Infektionskrankheiten, Schwangerschaftskomplikationen oder Verletzungen durch Kampfhandlungen. Die Organisation warnt, dass Tausende Menschen zusätzlich sterben könnten, wenn keine schnelle finanzielle Unterstützung erfolgt.
Ärzte ohne Grenzen hat nun einen dringenden Appell an die Vereinten Nationen und Geberländer gerichtet, die Finanzierung humanitärer Projekte im Sudan umgehend wieder aufzustocken. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie das Gesundheitswesen eines ganzen Landes zusammenbricht“, erklärte eine Sprecherin der NGO. „Jeder Tag ohne Reaktion kostet Leben.“
Quellen: Spiegel Online