Seitdem der kenianische Präsident William Ruto die Schließung aller kleinräumigen Unternehmen verfügt hat, die von Ausländern geführt werden, herrscht unter der burundischen Gemeinschaft in Nairobi große Unsicherheit. Wie Africanews berichtet, strömten am Montag zahlreiche Burundier zur Botschaft ihres Landes, um Reisedokumente zu beantragen und Rückkehrmöglichkeiten in ihre Heimat zu klären.
Die Maßnahme trifft vor allem informelle Händler aus Nachbarländern, darunter viele Burundier, die seit Jahren in Kenia leben und wirtschaftlich tätig sind. Angesichts der plötzlichen Verordnung befürchten sie nicht nur den Verlust ihrer Existenzgrundlage, sondern auch rechtliche Repressalien oder willkürliche Festnahmen während der Umsetzung der Räumungsanordnung.
Die burundische Diplomatie bemüht sich, die Lage zu entschärfen. Bislang gab es jedoch keine offizielle Stellungnahme aus Bujumbura zur Entwicklung in Kenia. Die Botschaft in Nairobi ist nach eigenen Angaben personell und logistisch überfordert mit dem Ansturm an Konsularanfragen, insbesondere bei der Ausstellung vorübergehender Reisepapiere für Staatsangehörige ohne gültige Dokumente.
Quellen: Africanews EN