Der Osnabrücker SPD-Landtagsabgeordnete Frank Henning zieht Konsequenzen aus einer öffentlichen Beleidigung einer Journalistin. Henning hatte in einem sozialen Netzwerk einen Post veröffentlicht, in dem er sich abwertend über eine Pressevertreterin äußerte. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen sowie von Medien- und Presseverbänden kündigte er an, bei der nächsten Landtagswahl nicht erneut anzutreten.
Henning räumte in einer Stellungnahme Fehler ein und sprach von einer „unüberlegten Äußerung“, die er bereue. Ob er sein aktuelles Mandat bis zur Wahl behält, bleibt offen. Die SPD-Landtagsfraktion distanzierte sich deutlich von seinem Verhalten und betonte die Wichtigkeit eines respektvollen Umgangs mit der Presse.
Der Vorfall wirft erneut Fragen über die Kommunikationskultur von Politikern im digitalen Raum auf. Journalistenverbände begrüßten Hennings Rückzug als notwendige Konsequenz, mahnen aber zugleich, dass strukturelle Verbesserungen im Umgang mit Medienschaffenden nötig seien. Die Landesregierung in Hannover hat unterdessen zu mehr Dialog zwischen Politik und Medien aufgerufen.
Quellen: Spiegel Online – Deutschland