JNIM-Jihadisten verstärken Vorstöße in Nord-Benin

Die Aktivitäten der al-Qaida-nahen Dschihadistenmiliz JNIM (Group for the Support of Islam and Muslims) haben sich in Nord-Benin deutlich verschärft. Seit 2022 beobachten Sicherheitsbehörden eine zunehmende Präsenz der Gruppe im Land, das als Transitkorridor zwischen ihren Operationszonen in Mali, Niger und Burkina Faso dient. Insbesondere zwei Naturschutzgebiete im Norden Benins sind nach Erkenntnissen internationaler Beobachter zu logistischen Drehscheiben für die bewaffneten Kämpfer geworden.

Die beninische Armee bemüht sich intensiv, die Grenzregion zu sichern und weitere Vorstöße der Extremisten abzuwehren. Militärische Präsenz wurde verstärkt, patrouilliert wird regelmäßig in den betroffenen Gebieten. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da die JNIM über gut ausgebaute Schmuggelrouten und unübersichtliches Gelände verfügt, das eine effektive Kontrolle erschwert.

Die Ausweitung der Gewalt in die Region hat auch humanitäre Folgen: In den betroffenen Gebieten verlassen zunehmend Zivilisten ihre Dörfer, um Schutz in sichereren Landesteilen zu suchen. Internationale Partner unterstützen Benin mit Ausbildung und Ausrüstung, um die militärische Reaktion zu verbessern.

Experten warnen, dass die Instabilität in der Sahelzone weiter nach Südwesten abwandern könnte, wenn nicht koordinierte Maßnahmen ergriffen werden. Benin, lange als stabil geltendes Land in der Region, steht vor der Herausforderung, seine Sicherheitsarchitektur nachhaltig zu stärken, um eine Eskalation zu verhindern.

Quellen: France 24 – Africa