Ruanda weist Vorwürfe zu Kongos Krise zurück – Botschafter fordert Zusammenarbeit

Der Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo bleibt weiter angespannt, während diplomatische Spannungen zwischen Kinshasa und Kigali weiter aufgeheizt werden. Ein hoher ruandischer Botschafter erklärte am Rande des UN-Menschenrechtsrats in Genf, dass die Krise in der DR Kongo nicht durch Schuldzuweisungen zu lösen sei. Stattdessen müsse man sich auf Verantwortlichkeit, die Umsetzung bestehender Friedensabkommen und eine echte regionale Zusammenarbeit konzentrieren.

Der Botschafter wies in seiner Ansprache vor dem UN-Menschenrechtsrat den Vorwurf zurück, Ruanda unterstütze bewaffnete Gruppen im Osten der DR Kongo. Diese Behauptungen, so der Diplomat, dienten lediglich als Ablenkung von den eigentlichen Herausforderungen – darunter fehlende staatliche Kontrolle, Menschenrechtsverletzungen und die mangelnde Umsetzung internationaler Abkommen.

Er betonte, dass dauerhafter Frieden nur durch konstruktive Kooperation und nicht durch Sündenbockmentalität erreicht werden könne. Die internationale Gemeinschaft müsse vielmehr Druck auf alle beteiligten Parteien ausüben, ihre Verpflichtungen aus den bisherigen Friedensprozessen einzuhalten. Auch die UN-Mission MONUSCO spiele dabei eine zentrale Rolle, so lange sie unparteiisch und wirksam agiere.

Die DR Kongo wirft Ruanda seit Jahren vor, die Rebellenmiliz M23 zu unterstützen. Kigali bestreitet dies stets und verweist auf eigene Sicherheitsinteressen entlang der Grenze. Die jüngste Stellungnahme markiert eine klare diplomatische Gegenreaktion und unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen beiden Nachbarländern – trotz mehrerer regionaler Vermittlungsversuche.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa