Die Staatsanwaltschaft Hannover führt Ermittlungen gegen Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurden am Mittwoch seine Privatwohnung in Berlin, die SPD-Landeszentrale in Wedding sowie Räumlichkeiten in Hannover durchsucht. Die Vorwürfe beziehen sich auf Krachs Amtszeit als Regionspräsident der Region Hannover.
Laut aktuellen Informationen geht es um ein großes Krankenhausprojekt aus seiner Zeit in Niedersachsen, bei dem möglicherweise unzulässige Zuwendungen oder verdeckte Vorteilsannahmen im Spiel waren. Einige Berichte erwähnen zudem eine mögliche Wahlkampfspende an die Berliner SPD, die innerhalb von 24 Stunden zurückgegeben worden sei – ein Umstand, den die Partei als Beleg für Transparenz wertet.
Krach weist die Vorwürfe scharf zurück und bezeichnet sie als „absolut haltlos“. Trotz der Ermittlungen gibt er sich „ganz entspannt“, wie er gegenüber ntv erklärte. Die SPD Berlin betont, keine Kenntnis von rechtswidrigem Verhalten zu haben und unterstützt weiterhin ihren Kandidaten. Die Affäre wirft jedoch ein Schlaglicht auf die politische Vergangenheit Krachs in Niedersachsen und könnte den Berliner Wahlkampf erheblich beeinträchtigen.
Quellen: Welt Online, Süddeutsche Zeitung, FAZ Online, ntv – Nachrichten, ZDF Heute – Nachrichten, Spiegel Online – Deutschland, Der Tagesspiegel