Im besetzten Westjordanland, speziell im Jordan-Tal, sehen sich 36 palästinensische Familien aus der Beduinen-Gemeinschaft Abu El Ajaj einer akuten Bedrohung durch Zwangsvertreibung gegenüber. Laut der Hilfsorganisation Medical Aid for Palestinians (MAP) wurden über 40 Abrissbefehle gegen ihre Wohnhäuser und Gemeinschaftseinrichtungen erteilt.
Die betroffenen Familien berichten, dass sie bereits in der Vergangenheit von bewaffneten israelischen Siedlern unter Druck gesetzt wurden, die die Abrissbefehle ausgestellt haben. Der Druck auf diese Gemeinschaft ist Teil einer größeren Taktik, die darauf abzielt, die palästinensische Präsenz im Jordan-Tal zu minimieren. Der internationale Druck auf Israel, insbesondere im Hinblick auf die Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten, hat in letzter Zeit zugenommen, aber die Situation vor Ort bleibt angespannt.
Die Familien stehen nun unter enormem Druck, da die Frist für die Umsetzung der Abrissbefehle droht. Dies wirft Fragen zur Menschenrechtssituation und zum Umgang mit Palästinensern im besetzten Gebiet auf.
Quellen: Middle East Monitor