88.000 Unterschriften gegen Kürzungen bei Schulbegleitung an Hamburger Senat übergeben

In Hamburg hat der Widerstand gegen die geplante Neuausrichtung der Schulbegleitung eine neue Dimension erreicht: Über 88.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die gegen Kürzungen und für eine stärkere Sicherung der Unterstützungsleistungen für Kinder mit Behinderungen eintritt. Die Unterschriften sollen nun offiziell an Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) übergeben werden.

Die Petition wurde von Eltern, Pädagogen und Inklusionsaktivisten initiiert, die befürchten, dass die geplante Umstrukturierung zu einem Abbau von Hilfen führt. Kritiker argumentieren, dass viele Kinder ohne verlässliche Begleitung nicht am regulären Schulunterricht teilnehmen könnten. Besonders betroffen seien Familien, die bereits seit Jahren auf diese Leistungen angewiesen sind.

Die Hamburger Bildungsbehörde hatte angekündigt, das System der Schulbegleitung grundlegend überarbeiten zu wollen, um es transparenter und bedarfsgerechter zu gestalten. Doch die konkreten Pläne haben breite Sorge ausgelöst. Die Unterzeichner der Petition fordern, dass die Entscheidungen nur im engen Dialog mit Betroffenen und Fachkräften getroffen werden dürfen.

Die Übergabe der Unterschriften markiert einen Höhepunkt der öffentlichen Debatte über Inklusion in Hamburgs Schulsystem. Ob der Senat auf die Forderungen eingeht, bleibt abzuwarten. Bekeris hat bislang signalisiert, dass der Abbau von Leistungen nicht das Ziel sei, aber strukturelle Anpassungen nötig seien.

Quellen: Welt Online