Am 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat Hamburg offiziell der Opfer gedacht. Bei einer Gedenkveranstaltung legten Vertreter der Stadt, darunter Innensenator Andy Grote (SPD), Blumen nieder und erinnerten an die schicksalhafte Verbindung zwischen der Hansestadt und den Anschlägen. Drei der 19 Attentäter, darunter Mohammed Atta, hatten in Hamburg gelebt und dort den sogenannten ‚Hamburger Zelle‘ angehört, die die Anschläge koordinierte.
Grote betonte, dass Hamburg seitdem eine besondere Verantwortung trage, sowohl bei der Aufarbeitung der Vergangenheit als auch bei der Prävention von Extremismus. Er verwies darauf, dass die Behörden seit 2001 zahlreiche weitere Anschläge verhindert hätten, und mahnte zu ständiger Wachsamkeit. Gleichzeitig würdigte er die Opfer – darunter auch eine Hamburgerin, deren Verwandte bei der Zeremonie sprach.
Auch der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) äußerte sich zum Jahrestag. In einem Interview betonte er, dass bereits kurz nach den Anschlägen klar war, dass die Planung maßgeblich aus Hamburg erfolgt sei. Der Anschlag habe nicht nur die USA, sondern auch Deutschland und Europa tief verändert. Scharping forderte eine stärkere eigenständige Sicherheitspolitik Europas: „Wir dürfen uns nicht nur auf andere Mächte verlassen.“
Die Gedenkveranstaltung stand unter dem Zeichen der Trauer, aber auch der Entschlossenheit, gegen Terror und Extremismus zu wachen. Hamburg bleibt dabei ein zentraler Ort der Erinnerung – nicht nur als Heimat eines Opfers, sondern auch als Ausgangspunkt einer der schlimmsten Terrorzellen der Neuzeit.
Quellen: Welt Online