Der scheidende türkische Botschafter in Gambia, Fahir Turker Oba, hat die Möglichkeit einer Rückkehr des türkischen Energieunternehmens Karpowership in das Land bekräftigt. Angesichts anhaltender Stromengpässe in weiten Teilen Gambias erklärte Oba, dass die Türkei weiterhin bereit sei, zur Lösung der Energiekrise beizutragen. Die Türkei bleibe ein verlässlicher Partner, so der Botschafter bei einem Abschiedsstatement in Banjul.
Karpowership hatte bereits in der Vergangenheit temporäre Stromversorgung für Gambia durch schwimmende Kraftwerke bereitgestellt. Aufgrund von Vertragsfristen und finanziellen Unstimmigkeiten war das Unternehmen jedoch aus dem Land ausgeschieden. Nun, da die Stromversorgung erneut kritisch ist, wird über eine mögliche Wiederaufnahme der Zusammenarbeit diskutiert. Die Regierung in Banjul sucht dringend nach kurzfristigen Lösungen, um die Stromnetze zu stabilisieren und Blackouts in ländlichen und städtischen Gebieten zu reduzieren.
Die Aussage des Botschafters unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Gambia und der Türkei im Bereich der Energieversorgung. Experten verweisen jedoch darauf, dass neben kurzfristigen Maßnahmen auch langfristige Investitionen in erneuerbare Energien notwendig seien, um die Abhängigkeit von temporären Lösungen zu verringern. Die Debatte um Karpowership bleibt daher ein zentraler Aspekt der aktuellen Energiepolitik in Gambia.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business