Sozialer Zusammenhalt im Fokus: Frau kämpft für Plattenbaugebiet in Schwerin

Während der Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern vor allem von Großkonflikten geprägt ist, spielt sich im Alltag vieler Bürger ein anderer Kampf ab: der um sozialen Zusammenhalt. In Schwerin, speziell im Plattenbaugebiet Dreesch, engagiert sich Steffi Uhl seit Jahren dafür, Nachbarschaften wiederzubeleben und Isolation zu bekämpfen. Ihr Einsatz wird nun landesweit beachtet – besonders im Kontext der bevorstehenden Landtagswahl.

Dreesch, ein typisches Wohngebiet aus der DDR-Zeit, steht symbolisch für die Herausforderungen vieler ostdeutscher Städte: sinkende Bevölkerungszahlen, Altersarmut, mangelnde Infrastruktur und eine zunehmende soziale Polarisierung. Uhl organisiert gemeinsame Aktionen wie Stadtteilfeste, Tafelprojekte und Nachbarschaftshilfen. „Es geht darum, dass Menschen wieder miteinander reden – unabhängig davon, woher sie kommen oder wie viel sie verdienen“, sagt sie in einem Beitrag von ZDF Heute.

Ihr Engagement zeigt Wirkung: Immer mehr Bewohner*innen beteiligen sich an Initiativen, und auch Kommunalpolitiker nehmen das Quartier wieder stärker in den Blick. Experten sehen solche lokalen Projekte als entscheidend an, um Radikalisierung entgegenzuwirken – gerade in Regionen, in denen die AfD zulegt. „Wenn sich Menschen alleingelassen fühlen, suchen sie einfache Antworten“, warnt ein Sozialarbeiter aus Schwerin. „Dagegen hilft nur Präsenz, Dialog und Teilhabe.“

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten