Belit Onay, seit 2021 Oberbürgermeister von Hannover und damit erster grüner Rathauschef der Stadt, kämpft am 13. September 2026 um seine Wiederwahl. Bei einem Wahlkampfauftritt am Morgen bekräftigte er sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und urbane Nachhaltigkeit. „In dieser Stadt passiert, was ihr beschließt – nicht, was Berlin vorgibt“, sagte Onay und kritisierte die aktuelle Bundesregierung dafür, Kommunen bei der Lösung lokaler Probleme wie Wohnungsbau und Finanzierung zu blockieren.
Onay tritt als unabhängiger Kandidat an, unterstützt von Bündnis 90/Die Grünen. Umfragen sehen ihn klar in Führung, obwohl strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit einem Bauprojekt in Linden Aufmerksamkeit erregt haben. Die Staatsanwaltschaft prüft einen möglichen Vorteilsnahmevorwurf, eine Anklage wurde bisher jedoch nicht erhoben. Onay weist alle Vorwürfe zurück und spricht von politisch motivierter Hetze.
Seine Hauptkonkurrenten stammen von CDU und SPD, daneben bewirbt sich auch ein Kandidat der AfD um das Amt. Letztere hat in Teilen der Stadt mobilisiert, bleibt aber nach aktuellen Prognosen weit hinter Onay zurück. Die Entscheidung fällt voraussichtlich bereits im ersten Wahlgang.
Quellen: ZEIT Online – Deutschland, FAZ Online