Professor Muhammad Ali Pate, Nigerias koordinierender Minister für Gesundheit und Soziales, hat eine klare Ansage an die Regierungsebene des Landes gerichtet: Die Verbesserung des Gesundheitssystems müsse von innen getragen werden. Bei einer aktuellen Stellungnahme betonte er, dass sowohl die Bundesregierung als auch die 36 Einzelstaaten die volle Verantwortung für die Finanzierung und Umsetzung laufender Gesundheitsreformen übernehmen müssten.
Pate verwies darauf, dass internationale Entwicklungspartner bisher einen erheblichen Teil der Kosten für Programme zur Verbesserung der medizinischen Versorgung, Impfkampagnen und Krankenhausinfrastruktur übernommen hätten. Dies sei jedoch keine nachhaltige Lösung. „Wir können nicht erwarten, dass externe Geber dauerhaft die Hauptlast tragen“, so der Minister. Stattdessen seien langfristige nationale Strategien erforderlich, die staatliche Haushalte stärker in die Pflicht nehmen.
Die Äußerungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da Nigeria weiterhin mit Herausforderungen wie mangelndem Zugang zu Gesundheitsdiensten in ländlichen Gebieten, Unterfinanzierung öffentlicher Kliniken und ungleicher Verteilung medizinischen Personals konfrontiert ist. Pate plädierte für eine stärkere Koordination zwischen Bund und Ländern sowie für transparente Budgetzuweisungen, um Reformziele wie universelle Gesundheitsversorgung (UHC) tatsächlich erreichen zu können.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria