Dangote-Refinery startet Börsengang: SEC warnt vor Betrugsplattformen

Der Börsengang der Dangote Petroleum Refinery and Petrochemicals FZE hat am Montag offiziell begonnen. Das Unternehmen, das zu den ambitioniertesten industriellen Projekten Afrikas zählt, eröffnet damit privaten und institutionellen Anlegern den Zugang zu Anteilen an der größten Raffinerie des Kontinents. Der Schritt markiert eine entscheidende Phase in der wirtschaftlichen Integration des gigantischen Industriekomplexes in Lekki, Lagos.

Die nigerianische Securities and Exchange Commission (SEC) hat jedoch eindringlich vor betrügerischen Plattformen gewarnt, die sich fälschlicherweise als autorisierte Stellen für den Kauf von Dangote-Aktien ausgeben. In einer offiziellen Mitteilung rief die SEC die Öffentlichkeit dazu auf, nur über lizenzierte Broker und offizielle Kanäle zu investieren, um Betrug und finanziellen Verlust zu vermeiden. Die Behörde betonte, dass sie bereits Maßnahmen zur Überwachung und Abschaltung irreführender Websites und sozialer Medien-Kanäle eingeleitet habe.

Aliko Dangote, Präsident der Dangote Group, hatte zuvor angekündigt, dass das Unternehmen bis Ende Dezember 2026 zum „rentabelsten Unternehmen Afrikas“ werden solle. Die Raffinerie mit einer Kapazität von 650.000 Barrel pro Tag zielt darauf ab, den Import von Treibstoffen in Nigeria massiv zu reduzieren und gleichzeitig Petrochemieprodukte für den regionalen Export herzustellen. Der IPO gilt als Meilenstein für die nigerianische Wirtschaft und könnte neue Wege für private Großinvestitionen im Energiesektor eröffnen.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business