Der sudanesische Journalist Attaf Mohamed Mokhtar befindet sich seit einer Woche in ägyptischer Gewahrsam, ohne dass die Behörden bislang offizielle Anklagen gegen ihn bekanntgegeben haben. Die Internationale Föderation der Journalisten (IFJ) hat Besorgnis über die intransparente Vorgehensweise der ägyptischen Sicherheitskräfte geäußert und fordert Klarheit über die rechtliche Grundlage der Inhaftierung.
Mokhtar, der in der Vergangenheit über politische Entwicklungen im Sudan und in der Region berichtet hat, wurde nach Angaben der IFJ in Kairo festgenommen. Es wird vermutet, dass der Vorwurf im Zusammenhang mit einem sozialen Medien-Beitrag steht, dessen Inhalt jedoch nicht offengelegt wurde. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer zunehmenden Einschränkung der Meinungsfreiheit, insbesondere gegenüber ausländischen Journalisten und Aktivisten in Ägypten.
Die ägyptischen Behörden haben bisher keine Stellungnahme abgegeben. Die IFJ fordert die sofortige Offenlegung der Anklagegründe sowie Zugang zu einem Rechtsbeistand und die Einhaltung internationaler Standards zum Schutz von Presse- und Meinungsfreiheit. Beobachter befürchten, dass der Fall Teil einer breiteren Strategie zur Unterdrückung kritischer Stimmen im regionalen Kontext sein könnte, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Unruhen im benachbarten Sudan.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt