In Ruwa, einer Stadt östlich von Harare, hat die simbabwische Justiz zwei mutmaßliche schwerbewaffnete Räuber in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird vorgeworfen, an einem Raubüberfall auf ein chinesisches Unternehmen beteiligt gewesen zu sein, bei dem umgerechnet 108.000 US-Dollar erbeutet wurden. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden, als die Angreifer das Firmengelände gewaltsam stürmten und Bargeld aus der Kasse entwendeten.
Einem der Verdächtigen gelang zunächst die Flucht, doch Arbeiter des Unternehmens verfolgten ihn mit Steinen bewaffnet und konnten ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der zweite mutmaßliche Täter wurde kurz danach in der Nähe des Tatorts festgenommen. Beide befinden sich nun in Polizeigewahrsam und wurden vor Gericht vorgeführt, wo ihnen Untersuchungshaft auferlegt wurde. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Komplizen laufen derzeit.
Der Überfall unterstreicht erneut die angespannte Sicherheitslage in Teilen Simbabwes, insbesondere im Umgang mit Gewaltkriminalität gegen ausländische Investoren. Chinesische Unternehmen sind in Simbabwe in verschiedenen Sektoren wie Bergbau, Bauwesen und Handel tätig und wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Übergriffen. Die Behörden versicherten, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für ausländische Firmen geprüft würden.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa