Ab dem Jahr 2027 wird in 26 Bezirken Ghanas die kostenlose Indoor-Residual-Behandlung (Indoor Residual Spraying, IRS) zur Malaria-Bekämpfung eingestellt. Das Programm, das seit 2015 in ausgewählten Regionen des Landes durchgeführt wird, soll aufgrund von finanziellen Engpässen nicht fortgesetzt werden. Die betroffenen Gebiete hatten in den vergangenen Jahren von regelmäßigen Insektizid-Behandlungen der Innenwände von Wohngebäuden profitiert, um die Übertragung von Malaria durch infizierte Mücken zu reduzieren.
Die Entscheidung löst Besorgnis unter Gesundheitsexperten und lokalen Behörden aus, da Malaria nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen in Ghana ist, insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren. Die IRS-Maßnahme hatte in den beteiligten Distrikten zu einem signifikanten Rückgang der Malariafälle beigetragen. Die Aussetzung des Programms könnte daher zu einem Anstieg der Infektionen führen, warnen Fachleute.
Verantwortliche Stellen erklärten, dass die Finanzierung des Programms durch internationale Partner nicht verlängert wurde, was die Fortführung unmöglich mache. Es werde jedoch an alternativen Strategien gearbeitet, um die Malaria-Belastung in den betroffenen Gebieten weiter zu senken, darunter verstärkter Einsatz von Moskitonetzen und Aufklärungskampagnen. Dennoch bleibt die Zukunft der öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen in diesen Regionen ungewiss.
Quellen: Ghanaian Times