Ägypten verurteilt israelische Verstöße gegen Gaza-Waffenruhe

Ägypten, die Türkei und Katar haben am Montag gemeinsam israelische Militäraktionen im Gazastreifen als klare Verletzung des bestehenden Waffenstillstands bezeichnet. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die drei Länder, dass die jüngsten Angriffe sowie die daraus resultierenden zivilen Opfer gegen internationales humanitäres Recht verstießen und den Fortschritt bei der Umsetzung der zweiten Phase des Friedensabkommens ernsthaft gefährdeten.

Die zweite Phase des Waffenstillstands sieht unter anderem die vollständige Evakuierung bestimmter Gebiete durch israelische Streitkräfte sowie die Freilassung weiterer Geisener vor. Ägypten, das seit Monaten eine zentrale Vermittlerrolle in den Verhandlungen innehat, warnt nun vor einer Eskalation, falls die Verstöße fortgesetzt werden. Diplomatische Kreise in Kairo betonen, dass die Glaubwürdigkeit des gesamten Abkommens auf dem Spiel stehe.

Die ägyptische Regierung ruft erneut alle Parteien zu Zurückhaltung und strikter Einhaltung der vereinbarten Maßnahmen auf. Internationale Beobachter sehen in Ägyptens Haltung einen weiteren Beweis für dessen Bestrebungen, als regionaler Stabilitätsakteur im Nahen Osten zu wirken – trotz angespannter bilateraler Beziehungen mit Israel in der Vergangenheit.

Quellen: Africanews EN