Ägypten hat den tödlichen Angriff auf eine gemeinsame UN-Patrouille im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei am 24. August scharf verurteilt. Bei dem Hinterhalt durch bewaffnete Angreifer kamen zwei äthiopische Friedenssoldaten ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Die Attacke richtete sich gegen eine Streife der Vereinten Nationen Mission in Südsudan (UNMISS), an der auch südsudanesische Sicherheitskräfte beteiligt waren.
Wie das Außenministerium in Kairo mitteilte, verurteilt Ägypten den Vorfall in „stärkster Form“ und bezeichnete ihn als Verstoß gegen internationale Rechtsnormen sowie gegen die Souveränität des Südsudan. Ägypten rief alle Konfliktparteien im Südsudan zu Deeskalation und uneingeschränkter Zusammenarbeit mit der UNO auf.
Die ägyptische Regierung betonte ihre Solidarität mit Äthiopien und forderte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Der Südsudan hat inzwischen zugesagt, eine offizielle Untersuchung einzuleiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Ägypten ist seit Jahren aktiv an regionalen Sicherheitsinitiativen im Horn von Afrika beteiligt und unterstützt friedensstiftende Maßnahmen in Nachbarländern. Der Vorfall unterstreicht erneut die angespannte Sicherheitslage im Südsudan, wo lokale Milizen und ethnische Konflikte weiterhin die Stabilität gefährden.
Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt, Al Jazeera English