Äthiopien bekräftigt Anspruch auf Seehafen für regionale Stabilität

Der Zugang Äthiopiens zu einem sicheren und zuverlässigen Seehafen ist nach Ansicht von Gizachew Asrat, Chief of Staff und Senior Researcher am Institut für Außenbeziehungen (IFA), unerlässlich für dauerhaften Frieden und regionale Integration im Horn von Afrika. In einer am Montag in Addis Abeba veröffentlichten Stellungnahme unterstrich Asrat, dass die geografische Lage des Landes es zwar zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Region macht, doch ohne direkten Meereszugang bleibe seine Entwicklung gehemmt.

Äthiopien, das nach dem Unabhängigkeitsvotum Eritreas 1993 sein Meeresufer verlor, strebt seit Jahren eine Rückkehr zu maritimen Infrastrukturen an – sei es durch Verhandlungen mit Nachbarländern oder neue Handelsabkommen. Asrat betonte, dass stabile Seeverbindungen nicht nur den Außenhandel stärken, sondern auch zur kollektiven Sicherheit beitragen könnten, da wirtschaftliche Abhängigkeiten Konflikte verringern.

„Die Wiederherstellung eines legalen und sicheren Zugangs zum Meer ist keine bloße wirtschaftliche Forderung, sondern eine strategische Investition in die regionale Stabilität“, so Asrat. Experten sehen in diesem Vorstoß einen weiteren Schritt in Richtung einer aktivistischeren äthiopischen Außenpolitik, die verstärkt auf Souveränität und Infrastrukturpartnerschaften setzt.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia