Diphtherie-Ausbruch in Zamfara: 39 Kinder sterben, UNICEF startet Notimpfaktion

Im nigerianischen Bundesstaat Zamfara hat ein Diphtherie-Ausbruch bisher mindestens 39 Kinder das Leben gekostet. Die Infektionskrankheit breitet sich in mehreren Gemeinden aus, darunter im Ort Damba, wo das örtliche Zentrum für Infektionskrankheiten unter massivem Druck steht. Berichten zufolge liegen dort mehrere Dutzend weitere infizierte Kinder in Behandlung.

UNICEF und das nigerianische Gesundheitsministerium haben daraufhin eine Notimpfaktion gestartet, um die Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit einzudämmen. Mobile Impfteams wurden in die betroffenen Gebiete entsandt, um vor allem Kinder und Jugendliche zu impfen. Zudem werden Aufklärungskampagnen durchgeführt, um die Bevölkerung über Symptome und Schutzmaßnahmen zu informieren.

Diphtherie, eine bakterielle Infektion, die vor allem Atemwege und Haut befällt, ist in Gebieten mit unzureichender medizinischer Versorgung besonders gefährlich. Trotz der Verfügbarkeit eines wirksamen Impfstoffs bleibt die Krankheit in Teilen Westafrikas ein wiederkehrendes Gesundheitsrisiko. Experten warnen vor weiteren Todesfällen, falls die Impfkampagne nicht schnell genug skaliert wird.

Quellen: AllAfrica – West Africa