Äthiopien fordert afrikanische Einheit für Gesundheitssouveränität

Während der 76. Sitzung des Regionalausschusses der Weltgesundheitsorganisation (WHO AFRO) in Addis Ababa hat Äthiopiens Gesundheitsministerin Dr. Mekdes Daba einen dringenden Appell an die afrikanischen Staaten gerichtet: mehr Zusammenhalt, um die Gesundheitssouveränität des Kontinents zu sichern. In ihrer Rede betonte sie die Notwendigkeit kollektiver Maßnahmen, um unabhängige und resiliente Gesundheitssysteme aufzubauen, die nicht länger von externen Lieferketten oder globalen Krisen abhängig sind.

Stärkung lokaler Kapazitäten im Fokus

Dr. Daba unterstrich, dass die Zukunft afrikanischer Gesundheit in der Stärkung lokaler Produktionskapazitäten für Medikamente, Impfstoffe und medizinisches Personal liege. „Afrika muss in der Lage sein, seine eigenen gesundheitlichen Herausforderungen mit eigenen Lösungen zu meistern“, so die Ministerin. Sie forderte Investitionen in Forschung, Bildung und Infrastruktur sowie eine bessere Koordination zwischen den Ländern der Afrikanischen Union.

Die Tagung brachte über 40 Gesundheitsminister aus ganz Afrika zusammen und dient als zentrale Plattform zur Festlegung regionaler Gesundheitsstrategien. Äthiopien, als Gastgeberland und Sitz der Afrikanischen Union, nutzte die Gelegenheit, seine Führungsrolle in kontinentalen Gesundheitsfragen zu unterstreichen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia