Ein bedeutendes Treffen sudanesischer politischer Kräfte und ziviler Organisationen, das sich gegen den andauernden Krieg im Sudan richtet, hat in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stattgefunden. Die Versammlung brachte Oppositionsgruppen, Rebellengruppen und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen, die eine friedliche Lösung des Konflikts anstreben. Ziel war es, eine gemeinsame Position gegenüber den Machthabern in Khartum zu formulieren, insbesondere gegenüber dem Oberbefehlshaber der sudanesischen Armee, General Abdel Fattah al-Burhan.
Am Ende des Treffens lehnten die Teilnehmer Burhans Vorschlag für einen nationalen Dialog ab. Sie kritisierten, dass der Prozess weder inklusiv noch transparent genug sei und wesentliche Akteure ausschließe. Stattdessen forderten sie einen breiter angelegten Friedensprozess unter internationaler Begleitung, der auch die Interessen der betroffenen Zivilbevölkerung berücksichtige.
Die Wahl Addis Abebas als Austragungsort unterstreicht die wachsende Rolle Äthiopiens als regionaler Vermittler im Ostafrika-Kontext. Die äthiopische Regierung unterstützt seit längerem diplomatische Initiativen zur Beilegung des Sudan-Konflikts, der seit April 2023 andauert und bereits Hunderttausende Binnenvertriebene und eine humanitäre Krise erster Ordnung verursacht hat. Die Afrikanische Union und die IGAD (Intergovernmental Authority on Development) setzen auf die diplomatischen Kapazitäten Äthiopiens, um einen politischen Durchbruch zu ermöglichen.
Quellen: Africanews EN, AllAfrica – Ethiopia