Äthiopien will mit Green Legacy Initiative internationale Klimafinanzierung gewinnen

Äthiopiens ehrgeiziges Umweltprogramm, die Green Legacy Initiative (GLI), rückt immer stärker in den Fokus internationaler Geber und Klimafinanzierungsmechanismen. Wie aus Berichten der Ethiopian News Agency (ENA) hervorgeht, könnte das Land innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre erhebliche Finanzmittel aus globalen Klimafonds gewinnen, wenn es seine Fortschritte bei der Aufforstung und Bodenerosionsbekämpfung weiterhin glaubhaft nachweisen kann.

Seit ihrem Start hat die GLI bereits Milliarden Bäume gepflanzt und große Flächen degradierten Landes renaturiert. Experten sehen darin ein Modellprojekt für andere afrikanische Länder, besonders im Horn von Afrika, wo Dürren und Desertifikation zunehmen. Die Initiative wird nicht nur als ökologisches, sondern auch als geopolitisches Instrument betrachtet – sie stärkt Äthiopiens Position in internationalen Klimaverhandlungen und macht das Land zu einem potenziellen Vorreiter bei Natur-basierten Lösungen (NbS).

Klimafinanzen als Entwicklungstreiber

Der mögliche Zustrom von Klimafinanzierung könnte breite Entwicklungssektoren unterstützen – von nachhaltiger Landwirtschaft über Wassermanagement bis hin zu grüner Infrastruktur. Gleichzeitig warnen Beobachter vor Transparenz- und Governance-Herausforderungen, die bei der Verwendung großer Mittelbestände bestehen bleiben.

Trotz dieser Bedenken signalisieren internationale Partner zunehmendes Vertrauen. Sollte Äthiopien die technischen und administrativen Anforderungen erfüllen, könnte es bald an Mechanismen wie den Green Climate Fund oder bilaterale Klimapartnerschaften direkt teilnehmen.

Quellen: AllAfrica – Ethiopia