Äthiopischer Botschafter wirft Eritrea Verletzung der Souveränität vor

Der äthiopische Botschafter in Somalia, Suleyman Daddaf, hat Eritrea schwere Vorwürfe gemacht und das Nachbarland beschuldigt, mit dem Einsatz von Truppen in der äthiopischen Tigray-Region gegen die nationale Souveränität Äthiopiens verstoßen zu haben. Die Äußerungen wurden am Montag in Addis Abeba bekannt und unterstreichen die weiterhin angespannte Lage zwischen den beiden ostafrikanischen Staaten.

Der Vorwurf, Eritrea habe militärisch in die inneren Angelegenheiten Äthiopiens eingegriffen, kommt zu einem Zeitpunkt, da die Spannungen zwischen den beiden Ländern erneut zugenommen haben. Die Tigray-Region war in den vergangenen Jahren Schauplatz eines schweren Konflikts, an dem auch eritreische Streitkräfte beteiligt waren. Obwohl ein Waffenstillstand 2022 unterzeichnet wurde, bleibt die Präsenz ausländischer Truppen in der Region ein heikles Thema.

Die aktuellen Anschuldigungen könnten die fragile Stabilität in der Region erneut gefährden. Eritrea hat bislang nicht offiziell auf die Vorwürfe reagiert. Internationale Beobachter warnen jedoch vor einer Eskalation, die auch die humanitäre Lage in Tigray negativ beeinflussen könnte.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia