Ein Bündnis namibischer Swapo-Veteranen, organisiert unter der Former Refugees Repatriation Association of Namibia, hat am Montag offiziell Protest gegen angebliche Verzögerungen in einem anhängigen High-Court-Verfahren eingelegt. Die Kläger werfen der regierenden SWAPO-Partei vor, ihnen Zahlungen in Höhe von insgesamt 25 Millionen Namibia-Dollar (N$) schuldig zu bleiben, die als Entschädigung für frühere Dienste und Repatriierung versprochen wurden.
In ihrem Petitionsschreiben an den Minister für Justiz und Arbeitsbeziehungen kritisieren die Veteranen eine zweimonatige Blockade des Verfahrens, die sie als willkürlich und besorgniserregend bezeichnen. Sie fordern unverzügliche Aufklärung sowie die Wiederaufnahme des Prozesses, um Gerechtigkeit für ihre langjährigen Beiträge während des Unabhängigkeitskampfes zu erhalten. Die Gruppe betont, dass viele Mitglieder unter wirtschaftlicher Not leiden und auf die versprochenen Mittel angewiesen seien.
Die SWAPO-Partei, die seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 führend in der Politik des Landes ist, hat bislang keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Der Fall wirft erneut Fragen über die Behandlung ehemaliger Kämpfer und die Transparenz innerparteilicher Finanzverpflichtungen auf. Beobachter sehen darin ein potenzielles Risiko für den inneren Zusammenhalt der Partei und das Vertrauen der Öffentlichkeit in politische Institutionen.
Quellen: Namibian