Das in Addis Abeba ansässige Medienunternehmen JAKENN Publishing PLC, Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Addis Standard, hat schwere Vorwürfe hinsichtlich einer gewaltsamen Razzia gegen seine Büros und die willkürliche Festnahme von Mitarbeitern erhoben. In einer am 6. August 2026 veröffentlichten Erklärung berichtete das Unternehmen von einer Serie schwerwiegender Vorfälle in den vergangenen Tagen, darunter die Festnahme von Chefredakteur Yonas Kedir am Samstag, den 1. August.
Die Organisation wandte sich an diplomatische Kreise, Menschenrechtsgruppen und Organisationen zur Pressefreiheit, um auf die Bedrohung unabhängiger Berichterstattung im Land aufmerksam zu machen. Die genauen Umstände der Razzia und die Begründung der Behörden blieben zunächst unklar. Die Festnahmen und die Durchsuchung der Räumlichkeiten wurden als Angriff auf die journalistische Unabhängigkeit gewertet.
Beobachter warnen, dass solche Maßnahmen die ohnehin angespannte Lage für Medienvertreter in Äthiopien weiter verschärfen könnten. Die Addis Standard gilt als eine der wenigen verbliebenen unabhängigen Publikationen, die kritische Berichterstattung über politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Land ermöglicht. Die jüngsten Vorfälle werfen erneut Fragen über den Zustand der Meinungsfreiheit und den Schutz von Journalisten in Äthiopien auf.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia