Algerien kämpft gegen verheerende Waldbrände – ein Toter bei Löscharbeiten

Im Norden Algeriens wüten derzeit Hunderte von Waldbränden, ausgelöst durch eine anhaltende Hitzewelle und anhaltende Dürre. Am Mittwoch allein wurden laut Behördenangaben mehr als 130 Brände gemeldet. Die Feuer, die sich vor allem in den bewaldeten Hügeln der Tell-Region ausbreiten, haben bereits große Landstriche verwüstet. Dabei kam mindestens ein Kommunalmitarbeiter ums Leben, der bei den Löscharbeiten im Einsatz war.

Landwirtschaft besonders betroffen

Besonders hart trifft es Landwirte und Viehzüchter, deren Felder und Weideflächen in Flammen aufgehen. Viele Bauern berichten von erheblichen Verlusten – Tiere sind verendet, Ernten vernichtet. Die Regierung hat zusätzliche Löschflugzeuge und internationale Unterstützung angefordert, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Experten befürchten, dass die Brände aufgrund der extremen Temperaturen und des trockenen Bodens noch weiter um sich greifen werden.

Unübliche Intensität der Brände

Waldbrände sind in Algerien in der heißen Jahreszeit keine Seltenheit. Doch die diesjährige Intensität und Häufigkeit der Feuer wird als ungewöhnlich beschrieben. Klimaforscher verweisen auf den Klimawandel als treibende Kraft hinter den immer extremeren Wetterbedingungen. Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und haben in mehreren Regionen Alarmstufe Rot ausgerufen. Gleichzeitig wird eine langfristige Strategie zur Brandprävention und Waldschutz dringend gefordert.

Quellen: France 24 – Africa, Africanews EN