Ein verheerender Brand in einem staatlichen Waisenhaus im Vorort von Algier hat am Donnerstagmorgen mindestens elf Menschen das Leben gekostet, darunter mehrere Kinder. Nach Angaben der algerischen Zivilschutzbehörden brach das Feuer in den frühen Morgenstunden in der Einrichtung im Osten der Hauptstadt aus und breitete sich rasch aus. 19 weitere Personen wurden verletzt, darunter Betreuer und Kinder, die in schwerem Zustand in umliegende Krankenhäuser eingeliefert wurden.
Präsident verurteilt das Unglück
Präsident Abdelmadjid Tebboune äußerte sich in einer ersten Stellungnahme entsetzt über das Unglück und bezeichnete es als nationale Tragödie. Er kündigte eine umgehende Untersuchung der Brandursache an und forderte eine lückenlose Aufklärung, um festzustellen, ob es Versäumnisse im Brandschutz oder bei der Sicherheitsüberwachung gegeben hat. Die Behörden prüfen derzeit, ob technische Defekte, Überhitzung durch die anhaltende Hitzewelle oder menschliches Versagen die Ursache gewesen sein könnten.
Hitzewelle verschärft die Lage
Algerien leidet seit Tagen unter einer extremen Hitzewelle, die Temperaturen lagen in der Region Algier über 45 Grad Celsius. Meteorologen warnen vor weiterer Trockenheit, die die Brandgefahr in Gebäuden und Wäldern erhöht. Die Feuerwehrkräfte sind landesweit bereits durch zahlreiche Waldbrände überlastet, was die Reaktionszeit bei lokalen Unglücken beeinträchtigen könnte. Die Katastrophe im Waisenhaus unterstreicht die wachsenden Risiken für öffentliche Einrichtungen unter klimatischen Extrembedingungen.
Quellen: BBC News – World, FAZ Online, Africanews EN, Al Jazeera English