Die algerische Polizei hat bei einer umfangreichen Anti-Drogen-Operation 33 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Wie Behörden am Donnerstag mitteilten, wurde zudem mehr als eine Million Kapseln des psychotropen Arzneimittels Pregabalin sichergestellt – insgesamt über 10 Millionen Stück. Die Polizei veröffentlichte am Tag der Meldung ein Video, das die Ergebnisse der Razzia zeigen soll, darunter große Mengen verpackter Drogen und beschlagnahmte Transportbehältnisse.
Pregabalin, ein Medikament zur Behandlung von Epilepsie, neuropathischen Schmerzen und Angststörungen, wird in Nordafrika zunehmend illegal konsumiert und gehandelt. Es gilt als missbrauchsanfällig und wird oft über informelle Kanäle eingeschmuggelt oder unkontrolliert vertrieben. Die hohe Menge der beschlagnahmten Kapseln deutet auf organisierte Schmuggelrouten hin, die Algerien als Transit- oder Zielland nutzen könnten.
Die genaue Herkunft der Drogen und die Hintermänner der Lieferung wurden zunächst nicht genannt. Algerien liegt an einer strategischen Schnittstelle zwischen Subsahara-Afrika, Europa und dem Nahen Osten, weshalb das Land immer wieder in internationale Drogenhändlerringe verwickelt ist. Die Behörden haben in den vergangenen Jahren ihre Grenzkontrollen und Zusammenarbeit mit internationalen Ermittlungsbehörden verstärkt, um den Drogenhandel einzudämmen.
Die aktuelle Razzia unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch internationale Drogenkriminalität und die Rolle Nordafrikas als Korridor für den Schmuggel nach Europa. Die algerischen Sicherheitskräfte betonten, dass die Operation Teil einer breiter angelegten Strategie zur Bekämpfung des Drogenhandels sei, der sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die nationale Sicherheit gefährde.
Quellen: Africanews EN