ANC greift alte Versprechen für Kommunalwahl 2026 wieder auf

Die afrikanische Nationalkongresspartei (ANC) kämpft gegen sinkende Popularität und setzt bei ihrem neuen Wahlmanifest für die Kommunalwahlen 2026 auf bewährte, aber kritisch betrachtete Versprechen. Im Mittelpunkt stehen wieder einmal konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung und Strominfrastruktur in maroden Gemeinden – ein Thema, das seit Jahren ungelöst bleibt und zunehmend Wähler vergrault.

Die Partei verspricht nun „feste Zeitrahmen“ und „zielgerichtete Interventionen“, um die Dienstleistungsqualität in Städten wie Johannesburg, eThekwini und Nelson Mandela Bay zu verbessern. Doch viele Beobachter sehen darin lediglich eine Wiederholung alter Strategien ohne neue Konzepte. Bürgerrechtler warnen, dass reine Zeitpläne allein nicht ausreichen, wenn institutionelle Schwächen und Korruption weiterhin die Umsetzung behindern.

Krise der Glaubwürdigkeit

Die Ankündigung wird als verzweifelter Versuch gewertet, Wählerstimmen zurückzugewinnen, nachdem die ANC bei mehreren lokalen Wahlen zuletzt schwere Niederlagen hinnehmen musste. Kritiker bemängeln, dass dieselben Versprechen bereits in den letzten zwei Jahrzehnten gemacht wurden – oft ohne messbare Ergebnisse.

Währenddessen fordern Oppositionsparteien klare Rechenschaft über gescheiterte Projekte und die Verwendung öffentlicher Gelder. Für viele Südafrikaner bleibt die Frage offen, ob die ANC tatsächlich handlungsfähig ist oder ob ihre Agenda nur noch aus rhetorischen Rückbesinnungen besteht.

Quellen: Daily Maverick, AllAfrica – South Africa