Der ehemalige Präsident Kenias, Uhuru Kenyatta, hat jüngste Behauptungen zurückgewiesen, er spiele eine entscheidende Rolle als politischer Mentor oder Sponsor im aktuellen Regierungshandeln. In einer Stellungnahme betonte Kenyatta, dass die politische Souveränität der kenianischen Bevölkerung gewahrt bleiben müsse. „Die Menschen sollten die Freiheit haben, ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, wen sie unterstützen“, erklärte er und wies damit indirekt Anschuldigungen aus Regierungskreisen zurück, die ihm Einfluss auf die aktuelle politische Landschaft zuschreiben.
Die Debatte entzündete sich, nachdem Präsident William Ruto öffentlich auf die politische Vergangenheit verwiesen hatte, um aktuelle Herausforderungen zu erklären. Daraufhin meldete sich nicht nur Kenyatta zu Wort, sondern auch DCP-Führer Rigathi Gachagua, der Ruto aufforderte, die Verantwortung für gegenwärtige Probleme nicht auf frühere Amtsinhaber abzuwälzen. Kenyatta betonte, dass die Debatte über politische Verantwortung fair und sachlich geführt werden müsse, ohne Schuldzuweisungen aus der Vergangenheit.
Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, da sich das politische Klima in Kenia im Vorfeld der Wahlen 2027 zunehmend verschärft. Mit mehreren Akteuren, die ihre Positionen neu justieren, gewinnt die Frage an Bedeutung, wer tatsächlich Einfluss auf die politische Zukunft des Landes nimmt. Kenyattas klare Distanzierung von einer Rolle als Strippenzieher könnte ein Versuch sein, sich aus der direkten Konfrontation herauszuhalten – oder aber eine strategische Positionierung im sich wandelnden Machtgefüge.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya