Archäologische Entdeckung in Angola: Über 600 Jahre alte Siedlungsreste freigelegt

In der Gemeinde São Pedro da Quilemba im Municipio Cambambe der Provinz Cuanza-Norte hat ein Team aus angolanischen und internationalen Archäologen Überreste einer historischen Siedlung freigelegt, die auf das 14. bis 15. Jahrhundert datiert wird. Die Ausgrabungen im Gebiet Caculo Cabaça lieferten Hinweise auf eine strukturierte Gemeinschaft, deren Lebensweise und kulturelle Praktiken nun genauer untersucht werden.

Die Fundstelle, die von der staatlichen Agentur ANGOP aus Ndalatando gemeldet wurde, umfasst Keramikfragmente, Werkzeuge aus Stein und Metall sowie Reste von Wohnbauten. Diese Artefakte deuten auf eine sesshafte Bevölkerung hin, die über entwickelte handwerkliche und landwirtschaftliche Fähigkeiten verfügte. Die Entdeckung trägt dazu bei, das Verständnis der präkolonialen Geschichte Zentralangolas zu vertiefen, die bislang nur lückenhaft dokumentiert ist.

Die archäologischen Arbeiten werden im Rahmen einer langfristigen Kooperation zwischen der Universität Agostinho Neto in Luanda und internationalen Forschungsinstituten durchgeführt. Expert:innen betonen, dass die Region Caculo Cabaça aufgrund ihrer geografischen Lage und ihres reichen kulturellen Erbes ein vielversprechendes Gebiet für weitere Entdeckungen darstellt.

Die angolanische Regierung unterstützt die Erforschung des nationalen Kulturerbes zunehmend, nicht nur aus historischem Interesse, sondern auch mit Blick auf die Entwicklung des kulturellen Tourismus. In Zukunft könnte die Fundstelle Teil eines archäologischen Parks werden, um Bildung und Besucherströme zu fördern.

Die neuen Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung Afrikas als Wiege komplexer Gesellschaften lang vor der Kolonialzeit und tragen zur Relevierung lokaler Identitäten bei.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Central Africa