Befürchtungen in Kamerun: Papstbesuch könnte Biya-Regime aufwerten

In Kamerun wächst die Sorge, dass der geplante Besuch von Papst Leo XIV. dem seit Jahrzehnten regierenden Präsidenten Paul Biya politischen Rückenwind verschaffen könnte. Katholische Kreise befürchten, die Regierung könnte die Visite des Kirchenoberhaupts für Imagezwecke nutzen.

Politische Instrumentalisierung befürchtet

Der Besuch fällt in eine sensible Phase, nur sechs Monate nach den gewaltsamen Protesten gegen Biyas umstrittene Wiederwahl. Damals hatte die Regierung Demonstrationen blutig niederschlagen lassen. Kritiker warnen nun vor einer politischen Vereinnahmung des päpstlichen Besuchs, der eigentlich der spirituellen Erbauung dienen sollte.

Der Vatikan hat bisher keine Stellung zu diesen Bedenken bezogen. Papst Leo XIV. wird nach seinem zweitägigen Aufenthalt in Algerien vom 16. bis 18. April in Kamerun weilen, bevor er seine Afrikareise in Angola fortsetzt.

Quellen: Africanews EN