Bewohner in Darfur reparieren Straßen per Hand für besseren Hilfszugang

In der zentralen Stadt Golo im sudanesischen Bundesstaat Darfur haben lokale Bewohner begonnen, beschädigte Straßenabschnitte mit einfachsten Mitteln zu reparieren – ausschließlich durch Handarbeit. Die Bevölkerung entfernt Steine, Erdreich und Trümmer, um eine wichtige Verbindungsstraße wieder passierbar zu machen, die bisher aufgrund schwerer Zerstörungen für medizinische und humanitäre Fahrzeuge unzugänglich war.

Die Initiative entstand aus der Not heraus: Nach monatelangen Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen ist die Infrastruktur in großen Teilen Darfurs zusammengebrochen. Krankentransporte, Lieferungen medizinischer Hilfsgüter und Evakuierungen verletzter Personen waren daher massiv erschwert. Durch die manuelle Instandsetzung der Straße erhofft sich die Gemeinschaft, schnelleren Zugang zu Gesundheitsdiensten und dringend benötigter Nothilfe zu ermöglichen.

Internationale Hilfsorganisationen begrüßten die Bemühungen, wiesen jedoch darauf hin, dass langfristige Lösungen nur durch strukturelle Wiederaufbauprogramme und Sicherheitsgarantien möglich seien. Bislang fehlen jedoch ausreichende technische Ressourcen und internationale Unterstützung vor Ort. Die Reparaturaktion bleibt daher ein Zeichen lokaler Resilienz inmitten anhaltender humanitärer Krise.

Quellen: Al Jazeera English