Waldbrände in Nordalgerien: Todesopfer steigt, Zerstörung riesig

Algerien kämpft gegen verheerende Waldbrände im Nordosten des Landes, die bisher mindestens 12 Todesopfer gefordert haben. Die Feuer, die sich rasch durch bewaldete Hügel- und Bergregionen ausbreiteten, haben ganze Dörfer und Landstriche verwüstet. Wie offizielle Vertreter mitteilten, wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird, da noch nicht alle betroffenen Gebiete vollständig durchsucht wurden.

Überlebende aus den am stärksten betroffenen Regionen, darunter Teile der Provinzen Jijel und Skikda, berichten von völliger Zerstörung. „Es ist nichts mehr da – weder Häuser noch Bäume, nur noch Asche“, sagte ein Anwohner gegenüber lokalen Medien. Die Feuerwehrkräfte, unterstützt durch Militäreinheiten und Löschflugzeuge, arbeiten unter extremen Bedingungen, da starke Winde und hohe Temperaturen die Brandbekämpfung erheblich erschweren.

Präsident Abdelmadjid Tebboune hat eine nationale Trauer ausgerufen und die Regierung aufgefordert, alle notwendigen Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Internationale Unterstützung wird derzeit geprüft, während Hilfsorganisationen Notunterkünfte für Tausende Evakuierte einrichten. Die Ursache der Brände ist noch nicht endgültig geklärt, Experten vermuten jedoch, dass die Kombination aus extremer Trockenheit und menschlichem Versagen eine entscheidende Rolle spielte.

Klimawandel verschärft Brandgefahr

Die jüngsten Brände unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Waldbrände im Mittelmeerraum, die durch den Klimawandel verstärkt wird. Algerien verzeichnet in den letzten Jahren immer häufiger Hitzewellen und längere Trockenperioden, die ideale Bedingungen für Feuer schaffen. Umweltexperten warnen vor weiteren Katastrophen, falls nicht langfristige Präventionsstrategien umgesetzt werden.

Quellen: Al Jazeera English