Blutige Attacke im Osten Kongos: Minenarbeiter bei ADF-Überfall getötet

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die islamistische Terrorgruppe Allied Democratic Forces (ADF) erneut Zivilisten attackiert. Am Mittwoch überfiel die ADF den Bergbaustandort Kikundo an der Grenze zwischen den Provinzen Nord-Kivu und Ituri. Lokale Bewohner berichteten von mehreren Toten, deren Leichen nach dem Angriff am Tatort entdeckt wurden.

Die ADF, die als regionaler Ableger des sogenannten Islamischen Staates (IS) gilt, hat in der Region bereits zahlreiche Massaker verübt. Der Angriff auf Kikundo richtete sich offenbar gezielt gegen Minenarbeiter und lokale Gemeinschaften, die in der von Instabilität geprägten Region versuchen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar, da die Lage vor Ort schwer zugänglich und von anhaltenden Sicherheitsbedenken geprägt ist.

Die kongolesische Armee sowie UN-Friedenskräfte sind in der Region präsent, konnten die Attacke jedoch nicht verhindern. Die Welle der Gewalt unterstreicht erneut die mangelnde Kontrolle der Regierung über abgelegene Gebiete im Osten des Landes. Internationale Beobachter fordern verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung der ADF, warnen aber vor weiteren zivilen Opfern bei militärischen Operationen.

Quellen: Africanews