Blutige Attacke in Benue: Banditen töten elf Menschen, darunter vier Polizisten

In einem schweren Gewaltakt haben bewaffnete Banditen in Benue State elf Menschen getötet, darunter vier Polizeibeamte und sieben Zivilisten. Der Angriff dauerte nach Angaben der Polizei etwa sieben Stunden und richtete sich gegen eine ländliche Gemeinde im Bundesstaat. Die Täter, deren Identität bisher unklar ist, stürmten mehrere Dörfer, setzten Gebäude in Brand und entführten vermutlich weitere Bewohner.

Die nigerianische Polizei bestätigte den Vorfall und erklärte, Sicherheitskräfte seien in die betroffene Region entsandt worden, um die Lage zu stabilisieren und nach Überlebenden zu suchen. Die genauen Hintergründe der Attacke sind noch nicht bekannt, doch ähnliche Übergriffe in der Region wurden in der Vergangenheit oft von bewaffneten Gruppen verübt, die als „Banditen“ bezeichnet werden und vor allem in den zentralen und nordwestlichen Bundesstaaten aktiv sind.

Benue State, das zur Agrarregion des Landes gehört, ist in den letzten Jahren zunehmend von gewaltsamen Auseinandersetzungen betroffen, die oft zwischen Landwirten und Viehzüchtern entstehen, aber auch von organisierten kriminellen Gruppen ausgenutzt werden. Die Regierung steht unter Druck, effektivere Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ergreifen. Die jüngste Attacke unterstreicht erneut die anhaltenden Sicherheitsdefizite in großen Teilen des Landes.

Quellen: Premium Times Nigeria