UN verlängert teilweisen Waffenembargo gegen den Sudan um einen Monat

Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag beschlossen, das teilweise Waffenembargo gegen den Sudan um einen Monat zu verlängern. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Eskalation der anhaltenden Gewalt im Land einzudämmen, die seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen rivalisierenden Militärführungen im April 2023 Tausende von Zivilisten das Leben gekostet hat.

Sudans UN-Botschafter wies die Verlängerung scharf zurück und argumentierte, dass ein umfassendes Waffenembargo gegen Artikel 51 der UN-Charta verstoße, der Staaten das Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung zusichert. Er betonte, dass der Sudan weiterhin das Recht habe, sich gegen bewaffnete Gruppen und externe Bedrohungen zu verteidigen, und forderte eine differenzierte Herangehensweise an die Waffenlieferungen.

Das aktuelle Embargo schließt jedoch nicht alle Waffenlieferungen aus und erlaubt weiterhin begrenzte Ausnahmen, insbesondere für Friedensmissionen und humanitäre Operationen. Beobachter warnen, dass die kurze Verlängerung um nur einen Monat auf anhaltende Uneinigkeit innerhalb des Sicherheitsrates hindeutet, was die Aussichten auf eine nachhaltige diplomatische Lösung trübt.

Die humanitäre Lage im Sudan bleibt kritisch. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 10 Millionen Menschen vertrieben, und weite Teile des Landes sind von Hunger und mangelndem Zugang zu medizinischer Versorgung betroffen. Die internationale Gemeinschaft fordert erneut einen sofortigen Waffenstillstand und uneingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen.

Quellen: Al Jazeera English