Burkina Faso, Mali und Niger reichen gemeinsame Bewerbung um Afrika-Cup 2032 ein

Die westafrikanischen Staaten Burkina Faso, Mali und Niger haben offiziell eine gemeinsame Bewerbung um die Ausrichtung des Afrika-Cups im Jahr 2032 eingereicht. Die Ankündigung, die am 23. Juli 2026 durch die panafrikanische Nachrichtenplattform Africanews bekannt wurde, unterstreicht die wachsende Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern, die seit jüngeren Staatsstreichen alle von militärischen Regierungen regiert werden.

Die gemeinsame Kandidatur gilt als politisches wie sportliches Signal der Solidarität in einer Zeit, in der die drei Nationen zunehmend von traditionellen regionalen Strukturen wie der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) distanziert sind. Stattdessen stärken sie durch solche Initiativen ihre eigene Zusammenarbeit – nicht nur in Sicherheitsfragen, sondern nun auch im Bereich des internationalen Sports.

Der Afrika-Cup ist der bedeutendste Fußballwettbewerb des Kontinents und bietet den Gastgeberländern eine Plattform für nationale und regionale Sichtbarkeit, Infrastrukturentwicklung und wirtschaftliche Impulse. Eine gemeinsame Ausrichtung wäre historisch ungewöhnlich, aber nicht unmöglich – ähnlich wie bei der Drei-Länder-Kandidatur USA, Kanada und Mexiko für die Fußball-WM 2026.

Die Entscheidung über die Austragung des Afrika-Cups 2032 wird voraussichtlich erst in den kommenden Jahren durch die Confederation of African Football (CAF) getroffen. Bis dahin müssen die Kandidatenländer detaillierte Konzepte zur Stadionkapazität, Logistik und Sicherheit vorlegen. Derzeit laufen in allen drei Ländern bereits infrastrukturelle und sportpolitische Planungen, um die Voraussetzungen zu schaffen.

Quellen: Africanews EN