Burkinabé-Bauern kultivieren Ananas trotz widriger Klimabedingungen

Im trockenen, von Land umschlossenen Burkina Faso scheint die Kultivierung tropischer Früchte wie Ananas zunächst unmöglich. Doch in der Hauptstadt Ouagadougou beweisen lokale Landwirte das Gegenteil: Mithilfe innovativer Anbaumethoden und staatlicher Unterstützung wachsen nun auch Ananas in den Feldern der Region.

Das Projekt ist Teil einer breiter angelegten nationalen Strategie, die Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit durch landwirtschaftliche Diversifizierung zu stärken. Angesichts der zunehmend extremen klimatischen Bedingungen im Sahelgebiet setzen die Behörden verstärkt auf widerstandsfähige Anbautechniken wie Wasserspeicherung, Mulchen und den Einsatz hitzetoleranter Pflanzensorten.

Die Ananas-Initiative zeigt, wie Kleinbauern trotz Wasserknappheit und steigender Temperaturen tropische Früchte erzeugen können. Experten sehen darin ein Modell, das auf andere aride Regionen Afrikas übertragbar sein könnte. Gleichzeitig steigert die lokale Produktion von Ananas die Wertschöpfung im Inland und reduziert die Abhängigkeit von teuren Importen.

Die Regierung fördert das Vorhaben im Rahmen ihrer Agrarreformen, die auch Bildung, Zugang zu Saatgut und Mikrokredite für Landwirte beinhalten. Ziel ist es, die ländliche Bevölkerung zu stärken und die wirtschaftliche Resilienz des Landes zu erhöhen – besonders in Zeiten, in denen Sicherheits- und Klimakrisen die Entwicklung behindern.

Quellen: Africanews EN