Chinesische Baufirmen oder Konsortien mit chinesischer Beteiligung bilden die Mehrheit der shortlisteten Bieter für den Bau des neuen internationalen Flughafens Bishoftu in Äthiopien. Wie der Luftfahrtinformationsdienst ch-aviation berichtet, ist das Projekt mit einem Volumen von 12,5 Milliarden US-Dollar eines der größten Infrastrukturvorhaben der Region.
Der neue Flughafen in Bishoftu, einer Stadt rund 45 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba, soll als Ersatz oder Ergänzung zum bestehenden Bole International Airport dienen und die wachsende Nachfrage nach Luftverkehrsleistungen im Land bewältigen. Äthiopien strebt mit dem Projekt eine Modernisierung seiner Luftverkehrsinfrastruktur an, um seine Position als regionales Luftfahrtzentrum in Ostafrika weiter auszubauen.
Die starke Präsenz chinesischer Unternehmen unter den potenziellen Auftragnehmern spiegelt die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Äthiopien und China wider, die sich in den letzten Jahren besonders in Infrastrukturprojekten niedergeschlagen hat. Bisherige Großprojekte wie die elektrifizierte Hochgeschwindigkeitsbahn Addis Abeba–Dschibuti wurden bereits von chinesischen Firmen realisiert.
Obwohl die endgültige Entscheidung über den Zuschlag noch aussteht, unterstreicht die aktuelle Entwicklung Chinas strategische Rolle bei der Entwicklung äthiopischer Schlüsselinfrastrukturen. Kritiker verweisen jedoch gelegentlich auf die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Krediten und technischer Expertise.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia, AllAfrica – Business