Nigeria führt mit höchster Kapitalertragssteuer Afrikas – PwC-Bericht

Nigeria steht laut einem neuen Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC Nigeria an der Spitze der afrikanischen Länder mit der höchsten offiziellen Kapitalertragssteuer. Der Steuersatz beträgt 10 Prozent und trifft nicht nur direkte, sondern auch indirekte Vermögensübertragungen – etwa den Verkauf von Unternehmenanteilen, die nigerianische Vermögen kontrollieren. Dies macht das Steuersystem besonders weitreichend.

Der Bericht vergleicht Nigeria mit anderen großen Volkswirtschaften des Kontinents wie Südafrika, Kenia und Ägypten und stellt fest, dass das Land damit sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Reichweite seiner Regelungen eine Ausnahme darstellt. Experten warnen, dass dies potenziell abschreckend auf ausländische Investoren wirken könnte, insbesondere in Sektoren wie Immobilien, Aktienmarkt und Private Equity.

Kritiker argumentieren, dass die strenge Besteuerung langfristig das Investitionsklima schwächen und Kapitalflucht begünstigen könnte. Befürworter weisen hingegen darauf hin, dass die Einnahmen dringend benötigt würden, um öffentliche Dienstleistungen und Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Die Debatte unterstreicht die Spannung zwischen Haushaltsfinanzierung und wirtschaftlicher Attraktivität im westafrikanischen Land.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria, AllAfrica – Business